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One step farther and I'll have to go...

Es war mir fast schon klar, mein Gewissen meldet sich zu Wort. Wer hat ihm eigentlich das Wort erteilt?

Die Karten für Florence and the machine sind so gut wie sicher. Ich freu mich.

Gestern haben wir den Abend zusammen verbracht und viel geredet. Manchmal wenn ich ihn ansehe, dann weiß ich nicht ob das wirklich alles so gut ist. Seine Pläne für die Zukunft sind ziemlich weitreichend.Nicht auf Jahre verplant, aber doch schon weiter als ich dachte. Er sagt, ich soll mir keine Sorgen machen, er unterstütze mich finanziell wie seelisch. Ich möchte keine finanzielle Hilfe, ich muß das alleine schaffen. Kann ich das? Keine Ahnung. Mh...

Eine Frage beschäftigt mich immer noch:" Wie kann man Dich glücklich machen?"

Ich wußte auf diese Frage keine Antwort. Es gibt nichts was mich glücklich macht. Es gibt schon einige Dinge die mich einen Augenblick ins Land der Glückgefühle schicken. Aber das sind alles so Sachen, die nicht von gravierender Bedeutung sind.

Was macht einen glücklich?

Meine Mama macht mich jedenfalls nicht glücklich. Als wir gestern sprachen war sie sehr bedrückt. Sie mache sich sorgen um mich. Über meine Zukunft und über meinen Mann. Ob ich mir alles gut überlegt habe. Nein, habe ich nicht aber mein Inneres schreit danach einen Schritt nach vorne zu gehen. Ob ich nicht lieber mit meinem Mann etwas versuchen möchte. Paartherapie, Psychologe, eine Auszeit. Nein, ich möchte das nicht. Sicher stand ich gestern da und fragte mich ernsthaft ob ich all das wirklich machen möchte. Doch das Neue ist so reizvoll, so unentdeckt. Ich möchte leben...ich möchte sein.

Wenn ich jetzt sein möchte, dann kann ich das auch aber ich weiß, dass mein Mann sich nicht so recht freut für mich. Wer weiß, vielleicht wache ich eines morgens auf und stelle fest, dass alles ein riesen Fehler war. Aber das ist besser als jeden Morgen aufzuwachen und sich zu fragen warum man immer noch da ist.

Gestern spielte ich mit meinem Kind und er fragte mich:"Mama, vermisst Du meinen Papa?" Ich saß da, kuckte ihn an und konnte ihn nur fragen was er sagte...

7.8.12 07:28


Montag. Die Stadt eine riesige Baustelle. Mein leben eine riesige Baustelle.

Gestern habe ich ihn gebeten mir nicht zu schreiben. ich wollte nicht den ganzen Tag mein Handy mit mir rum schleppen, ich wollte keine angst haben müssen, dass mein Mann was erfährt. Es war schwierig für mich ihn darum zu bitten. Es war schwierig für ihn es zu verstehen.

Während ich mit meiner kleinen Familie unterwegs war, wollte ich am liebsten davon laufen. Die Anspannung war zum greifen nahe. Es war als wären wir von Nebel umgeben der aus Worten bestand. Es war als würden die Worte sich darum schlagen auf uns nieder zu prasseln.

Er merkt etwas. Das ist nicht zu leugnen.

Mein Ersatzvater und seine Exfrau sitzen nun regelmäßig mit R zusammen. Schön oder auch nicht. Sie wissen es und sind dafür. Jeder der es weiß ist dafür. Jeder der es weiß freut sich. Warum freuen sich alle anderen nur nicht ich?
Ich kann mit meinem Ersatzpapa nicht reden. heute morgen stand er auf meiner Terasse und sah mich an. Hier und da ein Wort, er freut sich. Er steht hinter mir. Toll, alle stehen hinter R.,  seine mir unbekannten Freunde, seine Familie, sein Kollege.

Ob jemand hinter mir steht? Ja, mein Gewissen, meine Achtung. Warum muß unbedingt...

6.8.12 07:39


Eine Loch. Ein Loch in eine andere Welt. In eine Welt in der ich sein kann. Wie lange schaffe ich das noch? Ich weiß es nicht, ich möchte es nicht wissen. Ich möchte weg. Weit weg! Nur ist weit weg nicht weit weg genug.

Ich möchte nur für mich sein, ich möchte sein wie ich bin und mich nicht rechtfertigen. Kann das so schwer sein? Dieses Spiel ist schlecht.

Bereust Du es? Nein.

Hast Du ein schlechtes Gewissen? Nein.

Liebst Du ihn? Nein.

Öffne dich Boden und verschlucke mich. Begrabe mich tief in Deinem Inneren, irgendwo zwischen Fossilien und Dreck. Nehme mir die Luft zum atmen. Halte mich fest. Erdrücke mich. Zerdrücke mich.               

Laß es aufhören...bitte

Kann ich es aufhören lassen? Ja, eigentlich kann ich das sehr wohl. Doch in meiner Brust springt mein Herz gegen eine Wand und droht irgendwann zu zerplatzen.

Wie soll ich mich zu Hause verhalten? Meinen Freunden gegenüber? Ein Satz und die Luft war aufgeladen. Ich weiß das er es spührt...Ich fühle es. Ich habe das Gefühl es steht in unsichtbaren Buchstaben auf meinem ganzen Körper und jeder kann es lesen. Wie kann ich wieder sehen ohne alles anders zu sehen? Wie sehe ich meinen Bereich wieder mit den Augen einer Frau die in ihrer Welt nicht ganz glücklich war aber ohne diesen Wunsch alles hinter sich zu lassen?

Wie kann ich wieder so sein wie ich war? Sicherlich gar nicht. Ich kann nicht mehr die gleichen Dinge tun die ich sonst tue ohne dabei anders zu denken. Ich hasse mich dafür. Ich bin schlecht nur weil ich lebe. Ich bin schlecht weil ich meinen Mann anlüge, weil ich ihn betrüge...Mit dieser Sünde muß ich nun leben. So lange bis es zu ende ist. Doch wie geht es zu ende? Wie kann man das Leben eines Menschen friedvoll zerstören? Gar nicht. Egal wie, egal wann, egal wo. Es bleibt der Stoß ins Herz der alles zerstört woran der andere geglaubt hat. Sicher waren wir schon einige Male an dem Punkt und mir könnte es egal sein, doch das hat er nicht verdient. Nicht er. Nicht er.

Ich sehe die Bäume und sehe endlich die Blätter. Nicht mehr mein trauriges Leben in dem mir immer etwas fehlte. Ich versuche nicht mehr einen Kompromis zu finden in dem ich immer schlecht abschneide, ich beginne zu leben.

Ich sitz hier und möchte weinen. Weinen um mich leichter zu fühlen, um irgendwo Erlösung zu finden. Doch es geht nicht. Ich breche nicht in mich zusammen und weine wie ein kleines Kind. Habe ich keine Berechtigung zu weinen? Sicher nicht.

5.8.12 11:08


Warum???

Warum???

Bin ich schlecht? Ich denke ich bin es, doch ich habe nicht mal ein schlechtes Gewissen. Am liebsten wäre es mir, mir würde jemand diese Bürde nehmen und ich könnte frei wie ein Vogel durch die Lüfte fliegen und niemals wieder den Boden berühren. Ich würde fliegen und hoffen, dass mich der Wind weit, weit fort trägt. Irgendwann werden meine Flügel müde und ich kann in die See fallen. Hineinstürzen in das kalte dunkle Wasser und mich auf den Boden sinken lassen. Vorbei gleiten an Seetang und Meerestieren. Irgendwann treffe ich auf und der Schlick ergreift mich mit seinen kalten Armen und gräbt mich ein. Irgendwo zwischen Wracks und toten Fischen, alten Scherben und Münzen...Vergessen für immer...

Bis zum heutigen Tag verabscheue ich Menschen die so etwas machen und nun bin ich selber einer dieser Menschen die auf ihrem Egotrip anderen Menschen das Herz brechen. Ja, ich bin egoistisch. Sonst ein Fremdwort, doch nun lebe ich es mit jeder Pore meines Körpers und mit jedem kleinen Gedanken in meinem Kopf.

Noch gibt es ein Zurück, doch ich möchte nicht zurück. Zu schön sieht die Zukunft aus. Dabei weiß ich nicht mal ob sie das auch wird. Es klingt wie ein Traum, doch kein Wecker ist da der klingelt, kein Mensch weckt dich auf, kein Kind kommt an dein Bett und piekt seinen Finger in deine Wange...Nichts passiert von alle dem und so träume ich weiter und hoffe auf ein kleines Stück vom Glück.

Ich gebe jemanden Einblick in meine Seele und kenne ihn nicht. Ich lasse jemanden in mein aller Heiligstes und kenne ihn nicht und doch ist da diese gewisse Vertrautheit, dieses gewisse Gefühl als würde ich ihn schon seid Jahren kennen. Ich liebe dieses kleine Spiel und doch ist es kein Spiel, es ist das Leben. Es macht mir angst, angst weil ich in diesem Spiel mit spiele und weil die andere, diese unbekannte Welt, so schön zu sein scheint.

Ich möchte laufen und doch stehe ich da und warte, warte auf das kleine Glück. Ich bin glücklich und doch traurig zu gleich. Ich möchte diese Blase zerplatzen lassen und in meiner mir bekannten Welt wieder aufwachen, ich möchte aus diesem Traum erwachen. Doch es passiert nichts. Es passiert nichts weil es kein Traum ist und auch keine Blase. Es ist das Leben und das Leben ist, wie wir alle wissen einfach das Leben. Ohne Anleitung und Hilfestellung. Das  Leben ist das Sein. Also, warum bin ich nicht? Warum lebe ich nicht?

Vor was habe ich angst? Vor der Zukunft? Irgendwie ist sie mir egal. Ich bin ich und ich möchte sein.

Doch ich werde einigen Menschen weh tun und das verlieren was ich mir aufgebaut habe. In den Augen mancher werde ich egoistisch und böse sein. Ich werde die sein die alles zerstört hat. Die Böse. Kann ich damit umgehen? Ich weiß es nicht. Irgendwo ist es mir auch egal. Doch eben nicht ganz.

Mein Kind. Ich werde seine kleine Welt zerstören. Ich weiß wie es ist und es tut mir weh. Aber ich muss da raus. Entweder ich oder die Anderen. Er ist doch aber mein kleiner Schatz und er hat eine Familie verdient. Es bricht mir das Herz. Aber ich halte es nicht mehr aus. Bin nur noch genervt und sehne mich danach allein zu sein. Es macht mir angst. Es gibt Momente in denen ich meinen Mann einfach nur anschreien möchte, in denen ich laufen möchte, weg laufen und nie mehr wieder kommen möchte. Ich hasse mich dafür.

Zur Zeit sehe ich meinen Sohn und sehe nicht ihn sondern ein Scheidungskind. Ich sehe meinen kleinen Schatz wie er die Welt nicht mehr verstehen wird, wie er sich fragt was passiert ist. Ich möchte ihm all das am liebsten ersparen und doch mache ich das Gegenteil von dem. Ich hoffe nur, dass es gut verlaufen wird. Wird es das?

Mein ganzes bisheriges Leben steht in Frage und ist nicht mehr das was es mal war. Es wird sich ändern, so oder so. Es gibt nicht viele Wege und ich denke auch nicht über sie nach. Würde ich auch noch über die endlosen Möglichkeiten dessen denken was passieren würde, dann wäre das Chaos perfekt.

4.8.12 19:18





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